Aktuelles - News

Aktuelles von der ICO und unseren Netzwerkpartnern


Information Christlicher Orient - Heft 76, November 2019

 

 

In der neuen Ausgabe lesen Sie u.a.

 

Syrien: Die ICO mit österreichischen JournalistInnen auf Lokalaugenschein                                        S. 6

 

Syrien: Dramatischer Hilferuf der Zivilisten aus den umkämpften Kurdengebieten                          S.  5

 

Österreich: ICO-Jahrestagung mit vielen spannenden Gästen aus der Türkei                                     S. 12

 

Golfstaaten: Wie Bischof Ballin sich in Saudi Arabien & Co um die Katholiken kümmert                S. 14

 

 

 

Projektreise Libanon Oktober 2019

In der Zeit vom 21. – 31. Oktober besuchte ICO-Projektkoordinator Stefan Maier den Libanon – eines von vier Schwerpunktländern, in denen das Hilfswerk Initiative Christlicher Orient (ICO) tätig ist. Diese Projektreise erfolgte aber unter sehr erschwerten Umständen, denn nur wenige Tage vor seiner Ankunft im Land hatten die Pläne der Regierung für diverse Steuer- und Abgabenerhöhungen massive Proteste der Bevölkerung ausgelöst – Ähnliches ereignete sich zur gleichen Zeit im Irak. Für uns von der ICO kamen diese Ereignisse nicht wirklich überraschend, wurden wir doch von unseren diversen lokalen Projektpartnern – besonders im Libanon – immer wieder auf die desolate soziale Lage und die mangelnden Zukunftsperspektiven besonders der Jungen hingewiesen. Immer wieder wurde betont, dass es aufgrund dieser Situation irgendwann einmal zur Explosion kommen müsse. Und genau das ist jetzt passiert. Die aktuellen Ereignisse unterstreichen die Dringlichkeit aller Unterstützungs-maßnahmen, wie sie etwa auch die ICO immer wieder zu leisten versucht.  Während des gesamten Aufenthaltes von Stefan Maier war das öffentliche Leben im Land praktisch vollständig zum Erliegen gekommen. Alle Banken, Schulen und Universitäten waren geschlossen und alle Hauptverkehrsadern im Land wurden von tausenden Demonstranten an vielen Orten rund um die Uhr blockiert, sodass jede Fortbewegung im Land sehr erschwert wurde. Zwar ist inzwischen bereits die gesamte Regierung aufgrund des Drucks der Straße zurückgetreten, aber den Demonstranten reicht das nicht, weshalb die Proteste immer noch andauern. Glücklicherweise sind diese bisher überwiegend friedlich geblieben, jedoch belastet diese Situation das Land, das als eines der am meisten verschuldeten der Welt gilt, ungemein.



ICO Jahrestagung 2019

Das war die 22. ICO Tagung zum Themenschwerpunkt "Die Türkei im Wandel" vom 23. bis 24. September 2019 in St. Virgil.


ICO-Journalistenreise Syrien 1.-7. September 2019

Finden Sie hier Videobeiträge von ORF Report Marcus Marschalek


so berichtet die APA über die Syrienreise der ICO

APA0021 5 AI 0658 AA Fr, 13.Sep 2019
Bürgerkrieg/Militärintervention/Extremismus/Syrien/Hintergrund
Nuntius in Damaskus: "Syrien im Zentrum des Tornados"
Utl.: Vatikan-Diplomat: Stellvertreterkrieg der großen Mächte - Wiederaufbauhilfe sofort nötig, politische Lösung nicht in Sicht - Damaskus (APA)

"Es begann wie ein Bürgerkrieg. Doch bald wurde daraus ein Stellvertreterkrieg. Wir haben in der Region einen schrecklichen Tornado. Syrien liegt im Zentrum des Tornados." Der Apostolische Nuntius in Syrien, Kardinal Mario Zenari, findet klare Worte. "Die fünf größten Armeen der Welt stehen sich hier gegenüber", angefangen bei Russland und den USA.

Im Gespräch mit einer kleinen Gruppe österreichischer Journalisten zieht der erfahrene Vatikan-Diplomat, der die gesamte Kriegzeit in Damaskus verbrachte, an seinem Amtssitz eine schonungslose Bilanz. Syrien sei Schauplatz eines Stellvertreterkrieges geworden, wo Sunniten gegen Schiiten, Saudi-Arabien gegen den Iran kämpften, wo sich Israel und die Türkei einmischten. Syrien werde von seinen Nachbarn bedrängt, setzt Zenari hinzu, ohne die beiden letzteren Staaten namentlich zu nennen.

Die Staatengemeinschaft wäre am Zug, um eine Friedenslösung herbeizuführen. Doch auch deren Haltung lässt nach Einschätzung Zenaris zu wünschen übrig. "Das zweite Zentrum des Tornados liegt im UNO-Sicherheitsrat." In diesem Gremium werde oft vom Vetorecht Gebrauch gemacht. Niemals habe er im Weltsicherheitsrat solche Dispute erlebt wie im Falle Syrien, klagt Zenari, der seit 2009 den Heiligen Stuhl in Damaskus vertritt. Fazit: "Eine politische Lösung ist weit weg."

Doch "bis zu einer politischen Lösung kann das syrische Volk nicht warten", warnt der Nuntius. Es bedürfe der "sofortigen Hilfe", einer groß angelegten Wirtschaftshilfe für das tägliche Leben der Menschen und den Wiederaufbau. Es fehle an Geräten und Ersatzteilen. Die Syrien auferlegten Wirtschaftssanktionen erschweren die Lage noch, "sie sind unfair". Es herrsche Mangel an Erdöl und Medikamenten, führt er zwei Beispiele an. Menschen erfroren ohne Heizung, andere starben ohne Medizin. Die schlechte Wirtschaftslage habe eine ebenso verheerende Wirkung wie die Bomben.

Zenari nennt drastische UNO-Daten zu Syrien: 54 Prozent der Krankenhäuser funktionieren nicht oder nur teilweise. Zwei Drittel der Ärzte verließen das Land. 83 Prozent der Bevölkerung lebten unter der Armutsgrenze. "Wie kann eine solche Nation geheilt werden?" Hier spricht der Vatikan-Experte eine sensible Materie an: "Die gesellschaftliche Struktur Syriens ist schwer beschädigt." Viele junge Menschen hätten Schlimmes mit angesehen, das ihre Eltern erlebten. "Viele sind traumatisiert." Zenari spricht von einem "schrecklichen Massaker", besonders an Frauen und Kindern: "Sie sind die ersten Opfer."

Die Pflicht der Kirche bestehe darin, sich in humanitärer Hilfe zu engagieren, unterstreicht der Nuntius. Es gehe um "die größte humanitäre Katastrophe seit dem Zweite Weltkrieg". Die Kirchen und Hilfsorganisationen täten viel, doch dies sei "ein Tropfen auf dem heißen Stein". Bei ihren humanitären Aktivitäten habe die Kirche freie Hand, werde nicht vom Staat kontrolliert. Priorität werde Spitälern und Schulen eingeräumt, "das kann nicht warten", betont Zenari, der selbst hinter der Initiative der "offenen Spitäler" steht. Seine persönliche Präsenz während des Krieges definiert er so: "Wir müssen beim Volk bleiben." Dies habe er auch dem Papst gesagt.

Papst Franziskus sei Syrien ein ganz besonderes Anliegen, unterstreicht Zenari. "Er erwähnt kein Land so oft wie Syrien." In dem Schreiben, das der Heilige Vater an den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad richtete, gehe es um humanitäre Fragen. In der Provinz Idlib im Nordwesten, die noch von Islamisten besetzt und Schauplatz schwerer Kämpfe ist, leben drei Millionen Menschen, ein Drittel davon Kinder. In Idlib gebe es drei römisch-katholische Pfarren. Noch könnten die Christen dort Messen feiern, doch die Kirchenkreuze wurden von den Rebellen abgenommen.

Zenari bedauert wie alle Kirchenführer die Abwanderung der Christen aus ihrer Urheimat und plädiert für deren Rückkehr. Der Exodus der Christen sei "ein großer Verlust, die Präsenz der Christen ist wie ein Fenster zur Welt." Überhaupt sollten die Syrier zurückkehren, nicht nur die Christen. Allein im benachbarten Libanon halten sich 1,5 Millionen Syrer auf. Laut UNO-Organisationen sei eine sichere Rückkehr (noch) nicht garantiert. Zenari, der den Vatikan früher auch bei den Wiener UNO-Organisationen vertreten hatte, schließt mit den Worten: "Syrien ist auf dem richtigen Weg zu einem säkularen Staat, es gibt Religionsfreiheit." hs

 
APA0014 5 AA 1002 So, 15.Sep 2019
Bürgerkrieg/Extremismus/Christentum/Syrien/Hintergrund
Syrische Kirchenführer: Scharfe Kritik an Einmischung und Sanktionen
Utl.: Patriarch Mor Ignatius: "Wollt ihr uns aushungern?" - Bischof Abdo: "Aggression der Weltmächte gegen syrisches Volk" (Von Hermine Schreiberhuber/APA) - Damaskus/Aleppo (APA)

"Wir Christen hoffen auf eine starke Regierung. Wir wollen Frieden, bitten nicht um Hilfe von außen." Wie alle Kirchenführer Syriens fordert der syrisch-orthodoxe Patriarch Mor Ignatius Aphrem II. Karim ein Ende der Einmischung des Auslands und der Sanktionen. Der melkitische Bischof Jean Abdo Arbach spricht offen von "Aggression der Weltmächte gegen das syrische Volk".

Seit die syrische Armee im Vorjahr die Ostbezirke von Damaskus befreit und die Rebellen unter Kontrolle gebracht habe, "geht es uns wieder besser", sagt der Patriarch im Gespräch mit einer Delegation aus Österreich. Noch im Vorjahr habe die Region unter Bomben, Angriffen und Kämpfen gelitten. Scharfe Kritik am Westen folgt: "Die Rebellen werden von außen unterstützt" und "von den USA für den Kampf gegen die syrische Regierung finanziert". Viele Kämpfer kehrten jetzt wieder nach Europa zurück: "Wir wollen auch nicht, dass dort Krieg geführt wird."

Die Wirtschaftssanktionen der USA, mitgetragen von den Europäern, kommentiert Aphrem mit dem Satz: "Warum wollt ihr uns aushungern?" Als Beispiel führt er den jüngst festgehaltenen iranischen Tanker an, der Öl zur notwendigen Versorgung der Menschen bringen sollte. "Wir hoffen, dass uns das Ausland in Ruhe lässt." Beiträge zum Wiederaufbau seien freilich willkommen. Die Universitäten funktionierten wieder. Das bedeute: "Es gibt hier eine Zukunft."

Das Patriarchat habe viele Projekte initiiert, um die Rückkehr von Christen zu fördern. Doch auch den Muslimen werde geholfen. Eine Fabrik zur Herstellung von Medikamenten sei im Bau, ebenso ein Altersheim und ein Waisenhaus. Die neue Universität biete eine Ausbildung in vielen technischen und ökonomischen Bereichen an und gehe jetzt ins zweite Studienjahr. Dass sich der Militärdienst von zwei Jahren aus Kriegsgründen oft auf bis zu acht Jahren ausdehne, schrecke freilich viele junge Männer ab. Aphrem: "Sie verlieren ihre Zukunft."

Bischof Abdo von der griechisch-katholischen (melkitischen) Kirche in Homs, der auch Caritas-Bischof ist, fasst die Hauptprobleme für die leidende Bevölkerung zusammen: die Wirtschaftssanktionen gegen Syrien; Mangel an Rohstoffen für den Wiederaufbau, wie Öl und Baumaterial; ärztliche Versorgung und Mangel an Geräten und Medikamenten; Wohnungen und Arbeit. All das münde in einen Exodus der Jungen, denen die Perspektiven fehlen. "Ein Visum für Europa gilt als No-Return-Ticket."

Der Krieg in Syrien sei nicht zu Ende, "Kriege toben im ganzen Nahen Osten", zieht der melkitische Bischof ein bitteres Resümee. Einer der Hauptgründe dafür sei, die Christen aus ihrer Urheimat zu vertreiben. Den Weltmächten gehe es um "Hegemonie im Nahen Osten" und um die Kontrolle der regionalen Bodenschätze. Letztlich sei die Lage der Christen heute schwieriger als während der Belagerung. Homs als flächenmäßig größte Diözese "im Herzen Syriens" zählte vor dem Krieg 800.000 Christen; nur 40 Prozent sind nach Schätzungen geblieben.

Homs war laut Abdo ein agrarisch reiches Land, das nach Saudi-Arabien exportierte. Die Sanktionen beendeten diese Exporte. Die meisten Hilfsbedürftigen leben auf dem Land. Hilfe vom Staat für die Familien gebe es praktisch nicht, und die Gelder der internationalen Hilfswerke fließen spärlicher. Wie es mit den Rückkehrern aussehe? Reiche, gebildete Syrer kämen nicht zurück, so der Caritas-Bischof. "Die Christen sollen in ihrer Heimat bleiben", zitiert er Papst Franziskus. Groß ist der Einsatz der in der Heimat Gebliebenen: Fast 400 ehrenamtliche Katecheten unterrichten die Kinder, sechs Kirchen wurden restauriert.

Als die Islamisten seine Kirche in Homs überfielen, war Bischof Abdo im Haus. "Ich war gefangen." Der IS errichtete unter dem Gotteshaus ein Lazarett. Auch sein syrisch-orthodoxer Amtsbruder Selwanos Boutros Alnemeh hat schreckliche Erinnerungen an die IS-Eroberung. "Homs galt als Zentrum der Revolution. Von hier gingen terroristische Aktionen aus." Am Palmsonntag 2012 waren tausend Menschen bei der Messe, als draußen Schüsse fielen. Der Bischof versuchte die Gläubigen zu beruhigen. Erst nach vier Stunden gab die syrische Armee Entwarnung.

Auch Alnemeh blieb in Homs und Umgebung. "Ich wollte ein Zeichen setzen." Aus seiner Diözese flüchteten sehr viele Christen. "Im Mai 2014, nach der Befreiung, fanden wir alles zerstört." Die Rückkehr gestalte sich als schwierig. Die Zukunftsperspektiven seien schlecht. "Der militärische Krieg ist vorbei, jetzt haben wir einen Wirtschaftskrieg." Die Menschen sehnen sich nach einer "Aufhebung der Sanktionen, die sie schwächen und deprimieren." Deren Ziel sei Druck auf die Regierung, doch in der Realität leiden die Kinder.

Der syrisch-orthodoxe Bischof beklagt, dass nach Homs weniger internationale Hilfe gelange als nach Damaskus und Aleppo. "Oft vergessen sie uns." Bisher konnten nur 1.500 Häuser wieder aufgebaut werden. "Wenn die Menschen Hilfe brauchen, kommen sie zuerst zur Kirche." Mehr Hilfe sei nötig, damit die Menschen in der Heimat bleiben.

In Aleppo besichtigt der melkitische Bischof Jean-Clement Jeanbart mit uns vielversprechende Projekte. Eine seit drei Jahren bestehende Berufsschule bildet 120 Menschen in Lehrwerkstätten aus, vom Tischler bis zum Installateur, von der Friseuse bis zur Kosmetikerin. In einem Ambulatorium stehen 14 Fachärzte zur Verfügung. Im Supermarkt können Bedürftige mit Gutscheinen billig einkaufen. Politisch ist Jeanbart zuversichtlich. Ein neues demokratisches System werde ausgearbeitet, er hoffe auf ein Mehrparteiensystem statt der herrschenden Baath-Partei.

Spätabends erleben wir, wie die Kirche die Menschen in Aleppo moralisch aufbaut. Am Sitz des chaldäischen Bischofs Antoine Audo treffen sich allabendlich Christen aller Gemeinschaften. Die Erwachsenen plaudern, essen und trinken gemeinsam. Kinder und Jugendliche vergnügen sich bei Spiel und Sport. Es herrscht fröhliche Stimmung. "Die Christen müssen sich täglich wohl und sicher fühlen", sagt der Jesuit, der seit 30 Jahren hier seine Wirkungsstätte hat und Aleppo während des Krieges nicht verließ. Sechs Jahre war er zudem Caritas-Bischof. "Helft uns, hier zu bleiben." Von den 15.000 Chaldäern Syriens hat die Hälfte das Land verlassen.

Aleppo war im Krieg für die Islamisten auf dem Vormarsch nach Süden strategisch sehr wichtig, betont Audo. "Der Islam hat ein Problem mit der Modernität" und das Christentum werde mit dem Westen assoziiert. Wegen Wirtschaftskrise und Inflation halte die Auswanderung an, der Nachzug von Familienmitgliedern sei häufig. Von einer Christenverfolgung will der Jesuit aber nichts wissen. ""Das steht auf einer politischen Agenda, um den Krieg zu verkaufen." hs

 
APA0016 5 AA 0740 Siehe APA0014/15.09 So, 15.Sep 2019
Bürgerkrieg/Extremismus/Islam/Syrien/Hintergrund
Muslimische Führer in Syrien beklagen Einfluss ausländischer Mächte
Utl.: Religionsminister: Kein Religionskrieg - Großmufti: Extremismus breitet sich in Europa aus - Säkularer Charakter des Landes betont (Von Hermine Schreiberhuber/APA) - Damaskus (APA) 

Muslimische Autoritäten Syriens haben die Einflussnahme ausländischer Mächte beklagt und die herrschende Religionsfreiheit in ihrem Land unterstrichen. "Dieser Krieg war kein Religionskrieg, sondern ein Krieg zwischen Extremisten und Bürgern", so der syrische Religionsminister Mohammed Abdul Sattar. "Unser friedliches Zusammenleben wird von außen bekämpft."

In Syrien hätten Christen und Muslime immer miteinander gelebt und, anders als etwa im Irak, "gegen die Fremden zusammengearbeitet", betont Sattar im Gespräch mit einer österreichischen Delegation in Damaskus. Die Regierung habe die gegenseitige Achtung der religiösen Gemeinschaften gefördert. Auch ein sunnitisch-schiitischer Konflikt habe in Syrien nicht existiert. Dann aber sei der Terrorismus "von außen, als Banditentum", gekommen.

"Der Terrorismus hat das ganze syrische Volk getroffen", resümiert der Minister für religiöse Angelegenheiten, der selbst sunnitischer Geistlicher ist. Kirchen und Moscheen seien gleichermaßen zerstört worden. Die Terroristen seien aus Saudi-Arabien - "eine Hochburg des Terrorismus" -, aus Katar, der Türkei, den USA und auch Europa gekommen. "Doch im syrischen Volk hat der Terrorismus nicht Fuß gefasst." Die Bewohner befreiter Zonen seien immer erleichtert gewesen, wenn die syrische Armee ein besetztes Gebiet zurückerobert habe.

Von Europa erwartet sich Sattar, endlich zur Kenntnis zu nehmen, "dass Syrien gegen den Terrorismus unterstützt werden sollte". Terrorismus müsse zuerst ideologisch und dann militärisch bekämpft werden. Die Europäer seien eingeladen, sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. "Es liegt im Interesse der europäischen Regierungen, mit Syrien und seiner Regierung zu kooperieren." Das Faktum, dass Europa durch das Mittragen der Wirtschaftssanktionen ein Zeichen gegen die syrische Regierung setzt, lässt der Minister unerwähnt.

Der Verwaltungsdirektor der Omayaden-Moschee, Issam Sukkar, betont, das Ziel der Terroristen, auch die Omayaden-Moschee zu erobern, sei von Regierung, Armee und Geheimdiensten vereitelt worden. "Der Terrorismus hat nicht zwischen Muslimen und Christen unterschieden." Diese "Banditen" würden "von gewissen ausländischen Mächten unterstützt". Sakkar erwähnt auch, dass die Moschee, genannt "heiliger Boden" - früher stand an ihrer Stelle eine christliche Kirche - als wichtigste Reliquie das Haupt Johannes des Täufers beherbergt.

Vor der Gefahr des Extremismus, der sich nun auch in Europa ausbreite, warnt seinerseits der syrische Großmufti Ahmad Badr ad-Din Hassoun. "Wenn das Feuer in der (Nahost-)Region brennt, wird es auch in Europa brennen." Dies habe er schon vor zehn Jahren gesagt, als er in Wien war, erklärt der hohe sunnitische Geistliche gegenüber den österreichischen Gästen.

"Religiöse Staaten und religiöse Parteien sind gefährlich." Der Großmufti bricht eine Lanze für seinen Staat: "Syrien war immer ein Staat für alle." Er fügt hinzu: "Wir wehren uns gegen religiöse Staaten, Syrien ist ein säkularer Staat, der einzige in der Region." Mit Blick auf den Libanon merkt Badr ad-Din Hassoun an, dort hätten die Franzosen einen christlichen Staat errichten wollen. Syriens Regierung arbeite an einer Verfassungsänderung. "Es reicht, dass (Präsident Bashir) Al-Assad Syrer ist", seine Zugehörigkeit zur alawitischen Religion "hat keine Bedeutung".

Über die Islamisten sagt der Großmufti: "Die Terroristen behaupten, sie seien Sunniten. Doch sie haben nur die Macht im Kopf." In der Religion dürfe man nicht kämpfen, das gelte für alle im Land Abrahams, für Muslime, Christen und Juden. Aber selbst in Österreich existierten Moscheen, die "eine Wiege des Islamismus" seien. 250.000 Tote gingen auf das Konto von radikalen Islamisten. Saudi-Arabien und Katar nannte der syrische Geistliche als deren Sponsoren.

Zudem unterstützten die USA, die türkischen Militärs und andere die Terroristen, geht Badr ad-Din Hassoun mit einigen Staaten hart ins Gericht. "Sie wollen, dass der Krieg weitergeht." Inzwischen breite sich die Gefahr des Islamismus in Europa aus. "Heute sind sie auch bei euch in Europa. Wir in Syrien zahlen einen Preis dafür." Er frage sich, warum Europa den Amerikanern "gehorche". Mit den Flüchtlingen spiele die Türkei ein doppeltes Spiel. Reichen Syrern biete Ankara die Staatsbürgerschaft an, arme Syrer würden nach Europa geschickt. Auch syrische Ölfelder seien in türkischer Hand. Beim Öl sei Syrien auf den Iran und Russland angewiesen, um die Spitäler versorgen zu können.

Der syrische Großmufti hat einen persönlichen Schicksalsschlag zu verkraften. 2011 wurde sein 21-jähriger Sohn beim Verlassen der Universität zusammen mit seinem Professor von Islamisten erschossen. Einige der Attentäter wurden gefasst, er besuchte sie in der Haft und vergab ihnen. Uns Europäer verabschiedet der sunnitische Geistliche mit den Worten: "Vor 2000 Jahren haben wir Euch Petrus, Paulus und Markus geschickt. Warum schickt Ihr uns das Feuer?" hs

APA0108 5 AA 1050 AI Di, 17.Sep 2019
Bürgerkrieg/Militärintervention/Extremismus/Syrien/Hintergrund
Syriens zerstörte Städte: Homs und Aleppo geben nicht auf - BILD
Utl.: Kirchen leisten Überlebenshilfe - Suppenküchen, Schulen, Werkstätten, psychische und spirituelle Betreuung (Von Hermine Schreiberhuber/APA) - Homs/Aleppo (APA) 

Für Syriens Christen ist er ein Märtyrer. Der Jesuit Frans van der Lugt wurde 2014 im Hof seines Klosters in Homs von Islamisten ermordet. Dort ist er auch begraben. Doch die Ordensleute in Syrien geben nicht auf. Suppenküchen, Lehrwerkstätten, Schulen – sie tun alles, um den Christen-Exodus zu stoppen und Zurückgebliebenen den Alltag zu erleichtern.

Gleich beim Betreten des Jesuiten-Klosters in der Altstadt steht man vor der Grabstätte für Pater Frans, der seit 1966 in Syrien gelebt hatte. Aus Solidarität blieb er auch während der Belagerung des von Rebellen kontrollierten Stadtteils durch die Regierungstruppen in Homs. Frater Michel zeigt uns die Stelle im Garten, wo der Pater erschossen wurde. Eine Gedenktafel zeugt von seinem Wirken. Dazu gehörten ein Heim für Behinderte und ein Haus der Begegnung.

"Am Palmsonntag sagte er noch: Wir wünschen Syrien eine große Auferstehung", erzählt Frater Michel auf dem Rundgang. Kurz vor der Befreiung der Stadt starb Pater Frans, der als angesehener Theologe Vorträge in ganz Syrien hielt. Die im Krieg geschlossene Schule existiert nicht mehr. Die Möbel aus den Klassenzimmern sind im Depot gestapelt. Dort hängt auch eine Tafel, die alle Besucher berührt: Die Worte, die ein Lehrer am letzten Schultag mit Kreide schrieb, sind noch zu lesen.

Doch auf einem zweiten Areal in Homs haben die Jesuiten – sie sind fünf und kommen aus fünf Staaten - eine neue lebendige Wirkungsstätte geschaffen. 280 Familien gab es vor dem Krieg, jetzt sind mehr als 630 Familien zu versorgen, die aus der ganzen Umgebung hierher geflüchtet sind. 950 Kinder besuchen die Schule, die von der griechisch-katholischen (melkitischen) und syrisch-katholischen Kirche gemeinsam betrieben wird. Eine neue Kirche ist im Bau.

Frater Michel, Ökonom und Bildungsbeauftragter des Konvents, kam nach Befreiung der Altstadt von den Islamisten nach Homs. "Nach dem Überfall gab es kein Wasser, keinen Strom", erzählt er. Als erstes wurde eine Suppenküche organisiert. Die Menschen lebten in Angst vor nächtlichen Angriffen. "Die pastorale Arbeit wurde sofort aufgenommen, um möglichst Normalität herzustellen." Es ging um Verpflegung und Beherbergung der Bedürftigen, spirituelle Betreuung, Kultur- und Sportprogramme.

Nur 40 Prozent der Christen kehrten nach der Befreiung zurück, schildert der Jesuit die Lage in Homs. "Die Abwanderung der Jugend hält an, weil Bildungseinrichtungen und Arbeitsplätze fehlen." Wie viele andere sagt F. Michel, die Islamisten-Überfälle seien für die Syrer völlig überraschend gekommen. Syrien galt als stabil und stand wirtschaftlich gut da. Die Ansicht ist weit verbreitet, "dass eine Hand von außen aktiv war, um Syrien zu zerstören und sich der Ressourcen zu bemächtigen".

In Aleppo teilt der Franziskaner Pater Ibrahim diese Meinung. "Viele Hände machen mit in diesem Konflikt." Die Emigrationswelle dauere an, "niemand kommt zurück". Einst war die Stadt im Norden die syrische Wirtschaftsmetropole. P. Ibrahim nennt ein drastisches Beispiel: "In einer Kriegsnacht wurden 150 Industriefirmen zerstört." Die Wirtschaft liege am Boden. "Eltern wissen nicht, wie sie ihre Familien ernähren sollen." Die Kirche bemühe sich, "den Menschen ihre Würde zurückzugeben".

Sozialprojekte sollen helfen, die Kriegsfolgen zu bewältigen. Für die Bewohner in Aleppo ist der Krieg noch nahe, so der Pater. Nachts höre man Einschläge aus der besetzten Provinz Idlib. Die Franziskaner versorgen täglich Notleidende und Kranke. Es fehlt an Ärzten und Medizin. Im Fokus stehen Kinder mit Behinderungen und Krebs – viele sind Muslime - sowie Menschen in ländlichen Gebieten. Schülern werden spezielle Englisch- und Mathematikstunden, aber auch kreative Kurse wie Malen und Feriencamps geboten.

Schwester Brygida hat ebenfalls den Krieg in Syrien von Anfang an miterlebt. Die polnische Franziskanerin lebt seit 30 Jahren in Nahost. Zuerst war sie in Raqqa im Einsatz, wo der IS lange seinen Hauptsitz hatte. 2016 kam sie nach Aleppo. Wie man das Kriegsgeschehen verarbeite könne, fragen wir. "Man muss die Angst überwinden", antwortet die mutige Nonne. 2016 habe man ein Ende des Krieges erwartet, doch durch Minen starben weitere Menschen. Jetzt herrsche Depression ob der Wirtschaftsmisere.

Während des Krieges betrieben die Franziskanerinnen eine Feldküche für 16.000 Personen. Ferner führten sie ein Studentinnenheim – die meisten dort wohnenden Mädchen waren Muslimas -, ein Zentrum für autistische Kinder und Workshops zur handwerklichen Ausbildung von Frauen. Auch jungen Müttern werde geholfen. Laut Schwester Brygida gibt es jetzt Projekte, die sich an Rückkehrer aus dem Krieg richten. So erhalten junge Männer finanzielle Hilfe bzw. Starthilfe für Start-ups.

P. Ibrahim Alsabagh fasste seine Erfahrungen in der Belagerungszeit in dem Buch "Hoffung in der Hölle" zusammen (2017, Herder-Verlag). Ein Buch über das Leben nach der Befreiung ist in Vorbereitung. Vier Mönche und rund 60 freiwillige Helfer betreuen die Projekte. Aleppo war und ist eine Stadt christlicher Vielfalt. Neun christliche Gemeinschaften sind in der Stadt verankert. Finanzielle Unterstützung von NGOs und von Kirchen im Ausland halfen überleben. Das klingt in den Gesprächen immer wieder durch.

Der Leiter des melkitischen Al-Inahit-Gymnasiums in Aleppo, Frater George Jamous, ist einer von den vielen Syrern, die nicht mit einem Krieg rechneten. "Es war unvorstellbar, dass so etwas geschehen konnte." Die meisten Terroristen, die kamen, waren ungebildet, sie hetzten die Menschen auf. Es war ein Albtraum." Die Tumulte begannen in Homs, fügt die Verwaltungsdirektorin Abir Ahmar Dakno hinzu. Dass sie nach Aleppo übergreifen würden, habe man nicht erwartet.

Die Al-Inahit-Schule setzte ein Zeichen. "Wir führten den Betrieb fort, hatten nur einen Tag geschlossen." Bezirke, die unter Kontrolle der syrischen Armee waren, galten als relativ sicher, so der Tenor unserer Gesprächspartner. Oft gab es keinen Strom, kein Wasser. Man habe Brunnen gebohrt. Kinder hatten Angst um ihre Eltern daheim, mussten von Lehrern "psychisch gestärkt" werden. Viele Kinder mussten Lernstoff nachlernen. Mit Extrastunden wurde dem abgeholfen, erzählt Pfarrer Jorgy Abyad.

Kirchen waren oft die ersten Bauten, die nach der Rückeroberung belagerter Städte restauriert wurden. In Homs traf eine Granate die melkitische Kirche; Altar und Decke sind wieder hergestellt. Das Innere der syrisch-orthodoxen Kirche verwüsteten Islamisten, sie brannte aus, wie Pfarrer Tony erzählt. Von Restauratoren aus dem Libanon wurde sie instand gesetzt. An den Wandbildern sind noch Einschüsse zu sehen. In der Kirche des Franziskanerinnen-Konvents in Aleppo schlug im Oktober 2015 während der Messe eine Granate ein. Sr. Brygida: "Dass es keine Toten gab, war ein Wunder." hs

 
APA0109 5 AA 0760 AI Siehe APA0108/17.09 Di, 17.Sep 2019
Konflikte/Extremismus/Soziales/Syrien/Österreich/Hintergrund
Tatkräftige Hilfe aus Österreich für die Christen in Syrien
Utl.: Auf dem Land entsteht eine Brotfabrik - Maalula erholt sich vom Schrecken des IS - Aleppo (APA) 

"Eine Stimme für die Armen" in der alten Heimat zu sein - das ist dem melkitischen (griechisch-katholischen) Pfarrer in Wien, Hanna Ghoneim, ein großes Anliegen. Erstmals seit sechs Jahren besuchte er seine frühere Pfarre im zerbombten Teil von Damaskus. In dem von Islamisten verwüsteten syrischen Wallfahrtsort Maalula sind die Klöster wieder das Ziel von Pilgern.

Das malerische Maalula unweit von Damaskus war im syrischen Bürgerkrieg zu einer Zielscheibe der Islamisten geworden. Im Schutze einer Felsenwand erheben sich das griechisch-orthodoxe St.Thekla-Kloster und das griechisch-katholische Sergius- und Bachus-Kloster. Zweimal fiel der Ort in die Hände der Rebellen. 2013 gab es schwere Gefechte mit der syrischen Armee. 7.000 Menschen waren damals noch in der Kleinstadt. Nur 800 sind wieder zurückgekehrt.

Die Islamisten wüteten in der Christen-Stadt. Das Hotel, das über der Stadt auf einem Felsen thront, wurde zur IS-Zentrale. Es gab Zwangskonversion und Kopfsteuer. Mehr als ein Dutzend Nonnen wurde entführt, die Klöster verwüstet, die Kunstschätze vernichtet oder geraubt. Auch Jugendliche, die der IS rekrutieren wollte, wurden gekidnappt und konnten gegen hohes Lösegeld freigekauft werden Zahlreiche Bewohner wurden getötet; sie gelten heute als Märtyrer.

Rita Wehbeh hat das Grauen zu spüren bekommen. In der Kirche erzählt sie uns, wie sie während der IS-Belagerung flüchtete und sich drei Tage lang in einer Grotte versteckte. Die modisch gekleidete junge Frau spricht Aramäisch, die Sprache Christi, die vom Aussterben bedroht ist. Zusammen mit dem Pfarrer des Sergius-Klosters singt sie uns ein aramäisches Kirchenlied vor. Laut P. Hanna wird Aramäisch noch häufiger gesprochen als geschrieben. In einigen muslimischen Dörfern um Maalula sei Aramäisch die Umgangssprache. Von den acht Nonnen im Thekla-Kloster spricht jedoch keine mehr Aramäisch.

Die von Pater Hanna initiierte Korbgemeinschaft, eine kirchliche Stiftung der Erzdiözese Wien, leistet Hilfe für die Menschen im Nahen Osten, damit sie in der Heimat bleiben. In seinem Heimatort Maarouneh entsteht unter Aufsicht seines Bruders Elias ein ambitioniertes Projekt - eine große Bäckerei, die Arme und Sozialeinrichtungen genauso versorgen soll wie die Bewohner der Region. In der riesigen Baugrube arbeiten Kräne und LKWs. Das Projekt ist mit 480.000 Euro veranschlagt. Es wird von der in Linz ansässigen Initiative Christlicher Orient (ICO) und etlichen Diözesen in Europa unterstützt.

Die geplante Brotfabrik ist für Ghoneim ein Lichtblick für die Zukunft. Der Besuch seiner früheren Pfarre im zerbombten Damaszener Stadtteil Ost-Ghouta tags zuvor war ein trauriger Blick in die Vergangenheit gewesen. Die österreichische Gruppe stapfte durch das in Ruinen liegende Gotteshaus im verwüsteten Bezirk Harasta. P. Hanna war nur neun Monate in der Pfarre tätig; sie trug den Namen "Unsere Liebe Frau vom Frieden".

Das "Syrian Network for Human Rights" (SNHR, Syrisches Netzwerk für Menschenrechte) publizierte jüngst einen Bericht, in dem die Verursacher der Angriffe auf christliche Stätten im Zeitraum 2011-19 aufgelistet sind. Demnach seien die syrische Armee und mit ihr verbündete Kräfte (Sicherheitsdienste, lokale Milizen, ausländische Schiiten-Milizen) für 75 Prozent der Schäden verantwortlich. Die bewaffnete Opposition habe 33 Prozent verursacht, die Kämpfer des "Islamischen Staates" (IS) zehn Prozent. Faktum ist, dass die Armee meist Bombenangriffe aus der Luft durchführte, um von den Rebellen kontrollierte Stadtteile und Dörfer zu befreien.

Auf dem Weg nach Homs treffen wir Atea Aude und ihre Schwester Turkia, deren Töchter in Österreich leben, in der Kleinstadt Sadad. Letztere hat ihre Tochter seit sechs Jahren nicht mehr gesehen. Sollte diese die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten, würde sie nachkommen, aus ökonomischen und medizinischen Gründen. Sadad ist christliches Kernland; die 5.000 Einwohner sind syrisch-katholisch oder syrisch-orthodox. Pfarrer Dany Kadar erzählt, dass die Islamisten in der Kirche hausten. Junge Einheimische verteidigten den Ort, viele von ihnen seien gestorben.

Ein Spitalsbesuch in Aleppo gibt über die Lage im Gesundheitsbereich Aufschluss. Der Direktor der Universitätsklinik, Maher Al-Araj, nimmt sich kein Blatt vor den Mund. "Das ist ein Krieg der großen Mächte", sagt er in klarem Deutsch. Der Orthopäde hat in Deutschland studiert. Drei Jahre lang habe man Tag und Nacht gearbeitet. "Oft gab es 50 bis 100 Tote und Verwundete am Tag, nach militärischen Aktionen bis zu 170." 2013 gab es kein Essen, keinen Strom. "Viele Ärzte sind abgehauen." In der Uni-Klinik war es die Hälfte. Die Nähe zur Medizin-Uni hilft: 600 Ärzte sind derzeit in Ausbildung. Aber noch immer emigrieren viele junge Mediziner. "Dank" der Sanktionen fehle es an medizinischen Geräten und Ersatzteilen. Al-Araj schließt mit den Worten: "Ich wünsche mir, dass die nächste Generation nicht das erlebt, was wir erlebt haben." hs



ICO zu Besuch im Tur Abdin im Juli 2019

Vom 8. bis zum 12. Juli war eine Delegation der ICO zu Besuch im Tur Abdin.